Kuriositäten in der Werkstatt

Wir wundern uns immer wieder über die angeblich restaurierten Schlepper, die wir hier von unsern neuen Kunden zur Reparatur erhalten.

Nach einer gründlichen Durchsicht und Überprüfung, müssen wir unsern Kunden meistens die schlechte Nachricht mitteilen, dass sie einen nicht fachmännisch Instand gesetzten Schlepper erworben haben. Bei solchen schlechten Nachrichten ist unsern Kunden die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Diese Dinge werfen ein schlechtes Licht auf unsere Branche.
Bei Feststellung solcher gravierender Mängel und Fehler sprechen wir mit unseren Kunden die Möglichkeiten für die Reparatur durch.

Hier ein paar Beispiele, die wir bisher vorgefunden haben:

LANZ – Bulldog D2816
angeblich topp restauriert:

Getriebewelle

Getriebewelle

Getriebewelle

Getriebewelle

Zylinder

Zylinder

Bremse:

Elektrik:

Kurbelgehäuse

Kurbelgehäuse

Kolben

Kolben

Bei diesem LANZ-Bulldog D2816 wurde nicht nur unfachmännisch repariert, sondern auch mit dem Leben des Kunden gespielt. Da anscheinend eine schlechte Bremswirkung vorhanden war, wurden die Bremstrommeln nicht überarbeitet, sondern scheinbar mit einer Säge oder Pfeile die Trommelinnenseite bearbeitet. Durch das aufrauhen der Bremsfläche ist eine Beschädigung des Bremsbelages vorprogrammiert. Auf der linken Seite wurde eine zu schmale Bremstrommel montiert. Bei der Elektrik fehlen uns die Worte (s. Bilder).
Zum Motor ist nur zu sagen, es wurde angeblich vom Verkäufer der Motor instand gesetzt (s. Kolben/Kurbelgehäuse; Kurbelgehäuse war voller Kokosfasern aus dem Luftfiltergehäuse). Motor hatte fast keine Kompression mehr. Der Motor ließ sich mit einem normalen Pendelstarter nicht mehr starten. Am Getriebe wurde das Antriebszahnrad mit der Getriebewelle einfach verschweißt. Die erste Getriebewelle ist normalerweise länger und mit einer Muffe bzw. Kupplung mit dem Antriebszahnrad verbunden. Da die Welle aber abgeschert war, hat der Verkäufer sie einfach verschweißt.